Salbei

Salbei gegen Krebs: die Hinweise mehren sich

„Wer auf Salbei baut, den Tod kaum schaut“ – so heißt ein Spruch. Die Heilpflanze gilt also als eine Art Lebensretter. Der Name leitet sich nicht umsonst vom lateinischen Verb „salvare“ ab, was übersetzt „retten“ oder „heilen“ bedeutet. Die eigentliche Heimat des Salbeis ist der Mittelmeerraum, inzwischen wächst er aber in vielen Regionen – und natürlich auch im Garten oder auf dem Balkon.

Etwa 30 Inhaltsstoffe des „Echten Salbeis“ identifiziert

Wenn es um Krankheiten geht, ist der Salbei auf ganzer Linie eine „Anti-Pflanze“ – und das im positiven Sinne: Er wirkt unter anderem antientzündlich, antibakteriell, antiviral, antitumoral und antioxidativ. Erreger, Krebszellen und gesundheitsschädigende freie Radikale dürften es also schwerer haben, sich im Körper breit zu machen. Diese Wirkungsweisen gehen auf die Kombination von ätherischen Ölen sowie Gerb- und Bitterstoffen zurück. Bei dem verbreiteten „Echten Salbei“ (Salvia officinalis) konnten rund 30 Komponenten als Inhaltsstoffe identifiziert werden.

Salbei gilt als Radikalfänger

Während Salbei vielen als altes Hausmittel bei diversen Atemwegs- und Verdauungsbeschwerden geläufig sein dürfte (mehr dazu später), ist die Anti-Krebs-Wirkung noch nicht so bekannt. Offenbar hat Salbei ein großes Potential, wenn es um den Kampf gegen Krebszellen geht. Auch hier ist von Bedeutung, dass Salbei freie Radikale abfängt. Denn die angriffslustigen und dreisten Radikale können Organe und Gewebe schädigen, Tumorzellen können sich so nach Lust und Laune ausbreiten.

Salbei-Inhaltsstoffe kappen Versorgung von Krebszellen

Generell scheinen die ätherischen Öle des Salbeis das Tumorwachstum zu bremsen. Denn der „Echte Salbei“ schneidet den Tumoren vermutlich die Versorgung ab, sodass sie mehr oder weniger auf dem Trockenen sitzen.

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Das hat folgenden Hintergrund: Ein Tumor benötigt Nährstoffe und Sauerstoff, um erhalten zu bleiben bzw. zu wachsen. Dazu ist es notwendig, dass sich neue Blutgefäße bilden, die den Tumor entsprechend beliefern. Der Vorgang, bei dem dieses Netz aus feinsten Gefäßen gebildet wird, nennt man Angiogenese. Studien zufolge unterbindet Salbei genau diesen Mechanismus; er wirkt also anti-angiogenetisch. Eine andere Sorte, den sogenannten Rotwurzel-Salbei, untersuchten Forscher in Heidelberg. Sie fanden darin drei Substanzen, die äußerst effektiv sein sollen, und das sogar bei sehr aggressiven Tumoren.

Pflanze macht Bakterien den Garaus

Am ehesten werden Sie Salbei vielleicht als Mittel gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum kennen. In einer Studie wurde Salbei mit sechs anderen Extrakten verglichen, die aus Pflanzen gewonnen wurden, beispielsweise Anis, Minze und Schafgarbe. Es ging darum zu prüfen, inwiefern die Pflanzenextrakte gegen Karies wirken. Dabei zeigte sich, dass Salbei den stärksten antibakteriellen Effekt hat. Auch bei Bronchitis, Asthma bronchiale und Husten ist Salbei ein gutes Mittel. Je nach Art der Beschwerden bietet es sich an, mit Salbeitee zu gurgeln, Salbei-Bonbons oder -Tropfen zu nehmen.

Salbei wirkt ausgleichend auf den Magen-Darm-Trakt

Nicht nur die Atmung profitiert von der Pflanze, sondern auch die Verdauung. Viele Menschen mit Magen-Darm-Problemen berichten davon, dass Schmerzen, Krämpfe und Blähungen nachlassen. Außerdem reguliert Salbei den Stuhlgang. Untersuchungen brachten Belege dafür, dass Salbei Durchfälle mildert und den Darm beruhigt; die überschießenden Darmbewegungen lassen nach.

Pflanze mit Deo-Wirkung

Wenn Sie dazu neigen, an Händen, Füßen und unter den Armen zu schwitzen, können Sie ebenfalls Salbei anwenden. Die Blätter drosseln die Schweißproduktion und hemmen unerwünschte Gerüche. Neben einer innerlichen kann auch eine äußerliche Anwendung hilfreich sein, also Waschungen der Füße oder der Achselbereiche mit einem Salbeisud. Studien gibt es zudem zur Wirkung in den Wechseljahren. Hier sorgt Salbei dafür, dass Hitzewallungen zurückgehen. Auch andere Beschwerden, die im Zuge der Menopause vorkommen können, scheinen sich zu bessern.

Hält das Gedächtnis fit

Nicht nur in den Wechseljahren können stärkere Stimmungsschwankungen auftreten. Viele Menschen leiden an Depressionen. Die Ursachen sind ganz unterschiedlich. Hier wirkt Salbei wie eine Art Stimmungsaufheller. Auch was die Gedächtnisleistung anbelangt, hat die Pflanze einiges zu bieten. Offensichtlich wurde das in einer Studie mit Alzheimer-Patienten. Das Alter der Patienten lag zwischen 65 und 80 Jahren. In der einen Gruppe bekamen die Teilnehmer vier Monate lang ein Salbeiextrakt, in der anderen wurde ein Scheinmedikament verabreicht. Die Ergebnisse in der „Salbei-Gruppe“ fielen deutlich besser aus als in der anderen. Grundlage war unter anderem eine Skala, durch die sich der Verlauf von Demenz-Symptomen beurteilen lässt. Dabei werden die kognitiven Leistungen (Orientierung, Gedächtnis, Benennen von Gegenständen, Befolgen von Anweisungen) getestet und psychologische Faktoren berücksichtigt.

Mit Salbeitee Gewicht und Cholesterin reduzieren

Zu den „Volkskrankheiten“ gehören sicherlich der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und auch das Übergewicht. Oft treten in diesem Zusammenhang bei Betroffenen erhöhte Blutzucker- und Cholesterinwerte auf. Natürlich bewirkt Salbei da auch keine Wunder – dazu muss schon die gesamte Ernährung angepasst und vermutlich geändert werden. Aber Salbei kann eine gute Unterstützung sein. Denn er senkt den Blutzuckerspiegel. Zudem spricht einiges dafür, dass Salbeitee das „schlechte“ LDL-Cholesterin senkt und zugleich das „gute“ HDL-Cholesterin erhöht.

Salbei bleibt ein altes Hausmittel mit teils neuen Wirkungsweisen

Fazit: Salbei ist im Grunde ein „Alleskönner“. Zugleich hat er deutliche Stärken. Gerade auf dem Gebiet der Krebstherapie hat die Pflanze vermutlich ein Potential, das noch nicht ausgeschöpft ist. Insofern lohnt es sich, bei verschiedenen Krankheiten auf dieses altbewährte Heilkraut zurückzugreifen – und auch im Falle von Tumoren einen Therapieversuch zu starten.

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